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Neue Sportstätten für Rheinkamp

Planungsbüro gefunden

Die Sport- und Bäderbetriebe Moers (sbb) haben in einem deutschen und europäischen Ausschreibungsverfahren ein Planungsteam, unter der Federführung von Krawinkel Ingenieure aus Krefeld, für den Bau des neuen Sportzentrums Rheinkamp gefunden. Dieses entwickelt nun Vorschläge für den neuen und alten Standort im Moerser Norden. "Wir sind froh, dass wir für dieses Großprojekt  kompetente Partner gefunden haben", betont sbb­-Geschäftsführer Dirk Höhensträter bei der Vertragsunterzeichnung.


Planungsbüros mit Erfahrung

Das Team besteht aus dem Architekturbüro KLMT aus Düsseldorf und den Krefelder Ingenieurbüros „Angenvoort Kroth & Partner" für die Statik sowie das für die Generalplanung zuständige Planungsbüro Krawinkel, das sich für die Projektsteuerung verantwortlich zeigt. Tatsächlich verfügen sie über große Erfahrungen beim Bau von Sport- und Schwimmstätten. So konzipierte es beispielsweise im sauerländischen Sundern die Willi-Weyer-Sportschule-Hachen und erhielt hierfür die Silbermedaille im Architekturpreis für Sportstätten (IAKS-Award). „In unseren Vorschlägen haben wir stets die Betriebs- und Betriebsfolgekosten der Sportstätten im Auge. Hierbei berücksichtigen wir stets eine ressourcenschonende Bauweise und garantieren einen Betrieb über mindestens 40 Jahre", betont der Geschäftsführer der Krawinkel Ingenieure Detlef Wingertszahn.   

Übergangslösungen gefunden

Zur Historie: Die Brandschutzmängel ließen im Früh­jahr letzten Jahres den Städtischen Betrieben Moers (sbm) keine andere Wahl. Sie waren gezwungen, das Sportzentrum Rheinkamp am 1. Mai zu schließen. Bereits im November entkernten sie das alte Gebäude und rissen es zum Jahreswechsel komplett ab. Seither gibt es Übergangslösungen, die den Schul- und Vereinssport weiterhin ermöglichen. So konnte die sbb beispielsweise bereits im Februar das in nur 12 Wochen erbaute Traglufthallenbad am Solimare dem Schul- und Vereinsschwimmsport der Öffentlichkeit übergeben. "Mit dem Traglufthallenbad konnten wir alle Altersgruppen zufrie­den stellen. So haben wir in der Schulzeit werktags drei Bah­nen für Schulen reserviert. Zusätzlich steht eine Bahn den Sportschwimmern und vier weitere der Öffentlichkeit zur Ver­fügung", betont Hohensträter. Auch andere Vereine, die das Rheinkamper Sportzentrum regelmäßig nutzten, fanden im Stadtgebiet Ausweichhallen für ihren Trainingsbetrieb. So siedelte der MSC Moers mit seinen Volleyballmannschaften in die Halle Adolfinum in die Innenstadt.

Zwei Dreifachsporthallen geplant

Noch in diesem Jahr will der Architekt, Winfried Tischer, verschiedene Varianten für die neue Rheinkamper Sport- und Bäderwelt erarbeiten. Diese sollen zwei Dreifachsporthallen und ein Hallenbad beinhalten. Auch der MSC-Moers soll dann dort mit seiner Volleyball-Bundesligamannschaft eine neue Heimat finden. „Wir berücksichtigen dabei die Vorgaben des Volleyballverbandes. Diese schreiben beispielsweise die Hallenkapazitäten und Hallenhöhen für diese Spielklasse vor", erklärt Hohensträter.

Auf Basis dieser Planungen soll dann in 2011/2012 ein modernes Sportzentrum entstehen. Die Bauarbeiten beginnen, nach den Entscheidungen des Verwaltungsrates, im nächsten Jahr.